Spritpreise diese Woche in Österreich
Jeden Montag fassen wir zusammen, was die Spritpreise in Österreich gerade bewegt und was das für Ihren nächsten Tankstopp bedeutet. Oben die aktuelle Ausgabe, darunter das Archiv.
18 Cent beim Diesel, 16 beim Super: Warum die Tankstellenwahl heuer mehr zählt als der Ölpreis
Ausgabe vom 28. September 2026
Während der ÖAMTC kritisiert, dass gesunkene Rohölpreise nur bedingt an der Zapfsäule ankommen, zeigen unsere Daten von heute etwas Handfesteres: Zwischen der günstigsten und der teuersten Tankstelle in Österreich liegen beim Diesel 0,180 Euro pro Liter.
Die Spanne ist größer als das, worüber diskutiert wird
Die Debatte dreht sich derzeit um die Entkopplung: Rohöl gibt nach, die Preise an der Säule folgen nur zögerlich. Das stimmt – und es ist strukturell bedingt, weil der Pumpenpreis dem Rohöl mit ein bis zwei Wochen Verzögerung folgt und stark von Steuern und lokalen Margen geprägt ist. Nur: Auf diese Verzögerung haben Sie keinen Einfluss. Auf die Wahl der Tankstelle schon.
paras_placeholder:
Die Refil-Daten für Österreich am 28.09.2026: Super 95 kostet zwischen 1,887 und 2,049 Euro je Liter, im Schnitt 1,958 Euro. Das ist eine Spanne von 0,162 Euro pro Liter – bei 50 Litern rund 8,10 Euro. Beim Diesel ist der Abstand noch größer: 2,180 Euro an der günstigsten, 2,360 Euro an der teuersten Station, Mittelwert 2,250 Euro. Differenz: 0,180 Euro je Liter oder etwa 9,00 Euro pro Tankfüllung.
Zum Vergleich: Über Cent-Bewegungen beim Rohöl wird wochenlang berichtet. Neun Euro Unterschied für dieselbe Menge Diesel am selben Tag im selben Land bekommen deutlich weniger Aufmerksamkeit – dabei sind sie sofort realisierbar.
Die 12-Uhr-Regel ist heuer besonders wertvoll
In Österreich gilt eine Besonderheit, die es so in kaum einem Nachbarland gibt: Tankstellen dürfen ihre Preise nur einmal täglich erhöhen, und zwar um Punkt 12:00 Uhr. Senken dürfen sie jederzeit. Praktisch heißt das: Der Preis am Vormittag ist der niedrigste, den es an diesem Tag geben kann.
In einer Phase, in der Betreiber gefallene Einkaufspreise nur teilweise weitergeben, wirkt diese Regel wie ein kleiner Schutzschild. Wer bis 11:30 Uhr tankt, nimmt Preiserhöhungen des Tages schlicht nicht mit. Wer um 14 Uhr fährt, zahlt sie möglicherweise voll.
Zwei Hinweise noch, speziell für Österreich: Unser Super ist weiterhin E5 – ein E10 gibt es hier nicht, unabhängig davon, was Berichte aus Deutschland nahelegen. Und die amtliche Referenz ist der Spritpreisrechner der E-Control; die hier genannten Werte stammen aus unseren eigenen, öffentlich einsehbaren Refil-Daten.
Was diese Woche konkret zu tun ist
Die Tendenz spricht derzeit eher für anhaltenden Druck nach oben an der Säule, weil die Entlastung vom Rohölmarkt verzögert und unvollständig durchschlägt. Sicher vorhersagen lässt sich das nicht – planbar ist nur Ihr eigenes Verhalten.
Konkret für diese Woche: Tanken Sie am Vormittag, vor 12 Uhr, und zwar möglichst voll, nicht nur halb. Dieselfahrerinnen und Dieselfahrer sollten dabei genauer hinschauen als sonst, weil hier mit 0,180 Euro je Liter die größere Spanne liegt. Wer in Refil die günstigste Station in der Umgebung ansteuert statt der nächstbesten, federt einen Teil des Anstiegs ab – bei einer 50-Liter-Füllung Diesel geht es um bis zu 9,00 Euro, bei Super um bis zu 8,10 Euro. Zweimal im Monat gemacht, ist das ein Betrag, den man merkt.
| Kraftstoff | Günstigster | Teuerster | Ersparnis |
|---|---|---|---|
| Super 95 | 1,780 €/L | 1,980 €/L | 0,200 €/L |
| Diesel | 2,071 €/L | 2,292 €/L | 0,221 €/L |
| Erdgas (CNG) | 1,500 €/kg | 1,999 €/kg | 0,499 €/kg |
Häufige Fragen
Warum bleibt Sprit teuer, obwohl der Ölpreis fällt?
Der Pumpenpreis folgt dem Rohöl mit ein bis zwei Wochen Verzögerung. Dazu kommen Steuern und lokale Margen, die sich kurzfristig kaum bewegen. Der ÖAMTC kritisiert, dass günstigere Einkaufspreise nur bedingt weitergegeben werden – spürbar wird eine Entlastung daher meist später und schwächer als erwartet.
Wann tankt man in Österreich am günstigsten?
Am Vormittag. Preiserhöhungen sind gesetzlich nur um 12:00 Uhr erlaubt, Senkungen jederzeit. Vor Mittag zahlt man also nie mehr als den Tagestiefstwert bis dahin.
Gibt es in Österreich E10?
Nein. Das österreichische Super ist weiterhin E5. Berichte über E10 beziehen sich auf andere Märkte, etwa Deutschland.
Frühere Ausgaben
· Diesel teurer als Super: Was heuer an Österreichs Zapfsäulen wirklich passiert
Während die Debatte über nicht weitergegebene Rohölrückgänge weiterläuft, zeigt ein Blick auf die tatsächlichen Preise vom 21. September 2026 etwas anderes: Der größte Hebel liegt heute nicht beim Ölmarkt, sondern zwischen zwei Tankstellen im selben Umkreis.
Diesel ist das eigentliche Thema – nicht Super
In Österreich war Diesel jahrzehntelang der billigere Treibstoff. Heuer ist das Verhältnis deutlich gekippt: Super 95 (bei uns weiterhin E5, ein E10 gibt es in Österreich nicht) kostet im Schnitt 1,950 €/L, Diesel dagegen 2,259 €/L. Das sind gut 30 Cent Abstand pro Liter zuungunsten der Dieselfahrerinnen und -fahrer.
Für Pendlerinnen und Pendler mit Dieselauto heißt das: Die Diskussion, die ÖAMTC und Medien seit Wochen führen – dass günstigere Rohölnotierungen nur bedingt an der Säule ankommen – trifft vor allem diese Gruppe. Diesel reagiert traditionell stärker auf Heizöl- und Mitteldestillat-Nachfrage als auf den reinen Rohölpreis, und der Weg vom Fass zur Zapfsäule dauert ohnehin ein bis zwei Wochen. Dazu kommen Mineralölsteuer, CO2-Preis, Umsatzsteuer und die lokalen Margen – Bestandteile, die sich nicht im Wochentakt bewegen.
Eine Entwarnung oder eine Prognose ist das nicht. Sinkende Notierungen bedeuten tendenziell Entlastungsdruck, garantieren aber keinen niedrigeren Preis in der nächsten Woche.
Der Unterschied innerhalb Österreichs ist größer als jede Wochenbewegung
Am 21. September 2026 reicht Super 95 von 1,880 €/L bis 2,039 €/L. Das sind 0,159 €/L Spanne – bei einem 50-Liter-Tank exakt 7,95 € Unterschied für denselben Treibstoff am selben Tag. Bei Diesel ist die Schere noch weiter offen: von 2,182 €/L bis 2,370 €/L, also 0,188 €/L oder 9,40 € pro Tankfüllung.
Wer zweimal im Monat volltankt, redet bei Diesel über einen zweistelligen Eurobetrag, der allein von der Wahl der Säule abhängt – unabhängig davon, was Brent gerade macht. Genau diese Spanne macht Diskonter und freie Tankstellen abseits der Autobahn so relevant. Mit Refil sieht man die jeweils günstigste Station in der Umgebung direkt auf der Karte und kann Preisanstiege so zumindest abfedern; die offizielle Referenz bleibt der Spritpreisrechner der E-Control.
Die 12-Uhr-Regel als Fahrplan für die Woche
In Österreich gilt eine Besonderheit, die anderswo in Europa fehlt: Tankstellen dürfen ihre Preise nur einmal täglich um 12:00 Uhr erhöhen. Senken dürfen sie jederzeit. Praktisch heißt das: Der Preis am Vormittag ist das Tagestief oder liegt sehr nahe daran, während am Nachmittag kein Aufschlag mehr ausgeschlossen ist.
Konkret für diese Woche: Wer Diesel fährt, sollte vor 12:00 Uhr tanken und vorher kurz zwei bis drei Stationen im Umkreis vergleichen. Beide Hebel zusammen – Vormittag plus richtige Station – bringen bei Diesel bis zu 9,40 € pro 50-Liter-Tank. Bei Super 95 sind es bis zu 7,95 €. Das ist mehr, als ein durchschnittlicher Rohölrückgang in derselben Woche an der Säule bewegen würde.
· Sprit in Österreich: Rohöl fällt, an der Zapfsäule kommt wenig an
Die Schlagzeilen der letzten Tage sind eindeutig: Die heimischen Spritpreise entkoppeln sich zunehmend von der Rohölentwicklung. Was das für Ihre Tankfüllung am 14. September 2026 konkret bedeutet – und wo der größte Hebel liegt.
Warum billigeres Rohöl nicht an der Säule ankommt
Mehrere Berichte der vergangenen Tage zeichnen dasselbe Bild: Die Ölpreise geben nach, doch an der Zapfsäule bleibt es teuer. Der ÖAMTC kritisiert, dass günstigere Rohölpreise nur bedingt an die Konsumentinnen und Konsumenten weitergegeben werden, und spricht von deutlich gestiegenen Aufschlägen der Mineralölkonzerne.
Dafür gibt es zwei nüchterne Erklärungen. Erstens der bekannte Zeitverzug: Der Preis an der Säule folgt dem Rohöl typischerweise mit ein bis zwei Wochen Verzögerung – nach unten meist langsamer als nach oben. Zweitens macht Rohöl nur einen Teil des Endpreises aus. Mineralölsteuer, Umsatzsteuer, Transport, Standortkosten und die Marge des Betreibers bestimmen den Rest. Wer wissen will, wie der Spritpreis in Österreich zustande kommt, sieht schnell: Der Weltmarkt ist nur eine von mehreren Stellschrauben.
Daraus folgt keine Prognose, sondern eine Tendenz: Solange die Aufschläge hoch bleiben, ist der Druck nach unten gedämpft – auch wenn das Rohöl nachgibt.
Die Zahlen von heute: 21 bzw. 24 Cent Unterschied im selben Land
Unsere Refil-Daten für Österreich am 14. September 2026 zeigen, wo der eigentliche Hebel liegt – nicht am Weltmarkt, sondern zwischen zwei Tankstellen.
Super 95 (in Österreich weiterhin E5, ein E10 gibt es hier nicht): günstigste Station 1,846 €/L, teuerste 2,059 €/L, Schnitt 1,952 €/L. Das sind 0,213 €/L Unterschied – bei 50 Litern rund 10,65 €.
Diesel: günstigste Station 2,111 €/L, teuerste 2,349 €/L, Schnitt 2,215 €/L. Die Spanne beträgt 0,238 €/L, also etwa 11,90 € pro 50-Liter-Tankfüllung. Bemerkenswert: Diesel liegt heuer klar über Super – wer beide Fahrzeuge im Haushalt hat, sollte die Reihenfolge der Tankstopps danach ausrichten.
Diese Differenz entscheidet niemand in einer Rohstoffbörse, sondern Sie selbst bei der Wahl der Station. Mit Refil sehen Sie die günstigste Tankstelle in Ihrer Umgebung direkt auf der Karte und können so einen Teil der Aufschläge abfedern.
Die 12-Uhr-Regel: Vormittag ist in Österreich Tankzeit
Österreich hat eine Besonderheit, die kein Nachbarland so kennt: Tankstellen dürfen ihre Preise nur einmal täglich um 12:00 Uhr erhöhen. Senken dürfen sie jederzeit. Das heißt in der Praxis: Der Vormittag ist strukturell die günstigere Tageshälfte, weil noch die – oft im Lauf des Vortags gesenkten – Preise gelten.
Gerade in einer Phase mit hohen Aufschlägen zahlt sich das doppelt aus. Diskonter und Automatentankstellen abseits der Autobahn liegen meist am unteren Ende der Spanne; Autobahnraststätten fast immer am oberen. Alle offiziellen Preise finden Sie zusätzlich im Spritpreisrechner der E-Control.
Ihre konkrete Aktion für diese Woche: Tanken Sie vor 12:00 Uhr und vergleichen Sie vorher zwei bis drei Stationen im Umkreis. Diesel-Fahrerinnen und -Fahrer spielen dabei heute um bis zu 11,90 € pro Tankfüllung, bei Super 95 sind es bis zu 10,65 €. Und wenn der Tank es zulässt: die Autobahnstation auslassen und im Ort nachfüllen.
Immer die günstigste Tankstelle finden
Refil zeigt dir auf der Karte die günstigste Tankstelle in deiner Nähe – mit den amtlichen Preisen des Spritpreisrechners. Lade sie kostenlos im App Store.
Laden im App Store